Google+ (“Google Plus”): Eine Einführung
Google+ ist derzeit in aller Munde und dennoch fällt es einigen schwer, den Mehrwert des neuen sozialen Netzwerks von Google zu entdecken. Was hat Google+ was Facebook oder Twitter nicht haben? Wieso sollte man sich mit Google+ beschäftigen?
Zu allererst sollte erwähnt werden, dass der Dienst noch in den Kinderschuhen steckt und die Entwickler noch vieles in Angriff nehmen. So stehen beispielsweise zZt. noch keine “Pages” für Unternehmen und Organisationen zur Verfügung wie etwa bei Facebook, jedoch haben die Entwickler von Google+ eine ähnliche Funktion bereits angekündigt. Google+ “Pages” sollen demnach weitaus detallierter konfigurierbar sein und mehr Gestaltungsfreiheit bieten.
Das folgende Video (Englisch) beschreibt, weshalb Google+ sowohl Facebook als auch Twitter Konkurrenz macht und bereits in der derzeitigen Testphase einen starken Eindruck hinterlässt:
Weshalb sollte man sich mit Google+ beschäftigen?
Ich erinnere mich gerne an die Zeit als MySpace im Bereich Social Media noch der Renner war. Oder als die Mehrheit der Studi-VZ Nutzer mit Facebook gefremdelt haben. Damals hatte ich mir einen Facebook-Account angelegt und lediglich 2 Kontakte. Es gab keine Facebook Seiten, das “Gefällt mir” war noch nicht entwickelt, ganz zu schweigen vom Chat, Gruppen, Medieneinbindung, Spielen etc. Ich schnupperte vielleicht alle 3 Wochen einmal rein. Heute ist MySpace und StudiVZ eine Wüste und über 500 Millionen Menschen tauschen sich auf Facebook und Twitter aus.
Es lohnt sich hin und wieder mit der Zeit zu gehen und neue Dinge auszuprobieren. Hier einige Vorteile, die Google+ bietet und weshalb Google+ von vielen auch als Ablöser von Facebook und Twitter beschworen wird:
- Mittels sog. “Kreise” kann man Kontaktgruppen erstellen und Inhalte gezielt teilen. Kontakte können in mehreren Kreisen sein, wie im echten Leben (Freunde, die gleichzeitig zu den Arbeitskollegen zählen etc.). Man kann Inhalte öffentlich teilen wie in Facebook, hat aber die Option, die Inhalte auf einzelne Kreise zu beschränken. Links, Videos, Bilder, Orte können ebenfalls geteilt werden. Man kann auch Email-Adressen von Kontakten hinzufügen, die nicht bei Google+ sind. Eine Check-In Funktion und eine App für Android und iPhone sind ebenfalls vorhanden.
- Man kann Kontakten “folgen” wie bei Twitter, ohne eine beidseitige Freundschaft einzugehen, wie es bei Facebook obligatorisch ist. Einfach den Kontakt in einen Kreis gepackt und schon kann man dessen Inhalte verfolgen.
- Hangouts bieten eine einfach Plattform um mit Kontakten Videochats oder -Konferenzen mit bis zu 10 Personen abzuhalten.
- Facebook ist wegen den komplexen und undurchsichtigen Privatsphäreneinstellung oftmals verschrien. Änderungen geschehen nicht selten hinter dem Rücken der Nutzer, so wurden beispielsweise kürzlich die Telefonnummern der Nutzer ohne deren Einverständniserklärung öffentlich sichtbar gemacht. Ein alternativer Dienst wird daher von vielen Nutzern sehr begrüsst.
- Das Interface von Google+ wirkt deutlich aufgeräumter
- Heute besitzt fast jeder Internetnutzer ein Google-Konto und daher benötigt man keine separate Anmeldung. Auch die Verschneidung mit anderen sinnvollen Google-Produkten wie YouTube, Google Texte&Tabellen, GMail, Picasa etc. ist optimal
- Das Hauptprodukt von Facebook ist Facebook selbst. Damit verdient die Firma von Herrn Zuckerberg Geld. Das erkennt man am naheliegenden Handel mit Daten und Werbeeinblendungen. Das Hauptprodukt von Google ist nicht Google+. Google verdient anderweitig Geld und daher wird man mit grosser Wahrscheinlichkeit keine Werbung o.ä. auf Google+ sehen.
“Wieso sollte ich nochmal bei Null anfangen? Ich hab doch alle meine Kontakte bei Facebook!”
“Ich habe doch die Telefonnummern meiner Freunde, wozu sollte ich mir eine Email-Adresse einrichten?”
“Ich habe doch die Email-Adressen meiner Freunde, warum sollte ich mich bei StudiVZ anmelden?”
“Ich habe doch alle meine Kontakte bei StudiVZ, wieso sollte ich mir einen Facebook-Account einrichten?”
Diese Fragen wiederholen sich immer und immer wieder im Laufe der Zeit. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, ängstlich und zögerlich mi Hinblick auf Neuerungen und Veränderungen zu reagieren.
Doch anstatt Google+ zu ignorieren sollte man damit spielen und den Dienst ausprobieren. Mit der Zeit werden die Nutzer dann selbst herausfinden, welche Plattform den besseren Ort zum Austausch bietet. Mein Tipp: Reinschnuppern! Wenn es an Kontakten fehlt, kann man beispielsweise hier einigen Persönlichkeiten folgen und so den Einstieg in die Funktionen des Dienstes finden.

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Google+ will also have a significant impact on organic search results. A few comments on this post on why +1 button is relevant for shop-merchants.